Prüfnummer: 2017-06-016

SEG Sitzgelegenheit

Erhöhte Sitzgelegenheit für Masthühner


Verwendungsbedingungen:

Der Antragsteller/die Antragstellerin hat dem/der Tierhalter/in mit dem Produkt mitzuteilen, unter welchen Voraussetzungen das Produkt verwendet werden darf. In Bezug auf das gegenständlich bewertete Produkt ist dabei auf Folgendes hinzuweisen:

  • Das Produkt dient als zusätzliche erhöhte Fläche für schnell und langsam wachsende Masthybriden.
  • Eine SEG Sitzgelegenheit hat eine begehbare Fläche von 3.26 m2 und ist zusammengesetzt aus zwei am hohen Ende aneinanderstoßenden Elementen.
  • Der Tierhalter / die Tierhalterin muss den Tieren die erhöhten Sitzgelegenheiten spätestens ab dem 10. Tag (Einstallungstag = 1. Tag) und mindestens bis 15 Stunden vor dem Transport zum Schlachthaus (Abfahrt) zur Verfügung stellen.
  • Während der ganzen Zeitdauer sind den Tieren mindestens 2,5 SEG-Sitzgelegenheiten pro 100 m2 Stallgrundfläche zur Verfügung zu stellen. Die rechnerisch ermittelte Anzahl SEG-Sitzgelegenheiten ist auf die nächste halbe (< 0.5) bzw. ganze (> 0.5) Sitzgelegenheit (à 2 Elemente) aufzurunden; d.h. für Ställe mit 275 m2 = 7 SEG Sitzflächen, mit 550 m2 = 14 SEG Sitzflächen, mit 825 m2 = 21 SEG Sitzflächen etc. Bei dieser Anwendung wird zusätzliche Fläche im Ausmaß von 8 Prozent geschaffen.
  • Maximal können 3 SEG-Sitzgelegenheiten pro 100 m2 Stallgrundfläche zur Verfügung gestellt werden, was einer Erweiterung der angebotenen Fläche um 10 Prozent entspricht. Auch hier ist die rechnerisch ermittelte Anzahl SEG-Sitzgelegenheiten auf die nächste halbe (< 0.5) bzw. ganze (> 0.5) Sitzgelegenheit (à 2 Elemente) aufzurunden; d.h. für Ställe mit 275 m2 = 8,5 SEG Sitzflächen, mit 550 m2 = 17 SEG Sitzflächen, mit 825 m2 = 25 SEG Sitzflächen etc.
  • Die maximale Besatzdichte von 30 kg/m² ist einzuhalten. Es ist eine Anrechnung der SEG-Sitzgelegenheiten von max. 10 Prozent dahingehend möglich, dass der Besatz in dem Ausmaß, in dem effektiv zusätzliche Fläche geboten wird, bis max. 10 % erhöht werden darf.
  • Bei der Einstallung ist so zu kalkulieren, dass der zusätzliche Puffer auch in vorhersehbaren Fällen wie Tageszunahmen der Tiere sehr gut, die Mortalität der Herde unerwartet gering oder eine Schlachtverschiebung ausreicht.
  • Es darf auch bei Einsatz zusätzlicher erhöhter Fläche durch die SEG-Sitzgelegenheit zu keiner Zeit, das heißt bei keinem Mastdurchgang, zu einer Überschreitung einer Besatzdichte von 33 kg/m² bezogen auf die Nutzfläche (jederzeit zugänglicher eingestreuter Bereich) kommen.
  • Die SEG-Sitzgelegenheiten müssen so aufgestellt werden, dass die Tiere das niedrige Ende als Aufstiegshilfe nutzen können (genügend Abstand zwischen den niedrigen Enden) und dass für die Tiere keine Barriere zu anderen Ressourcen (Tränke, Fütterung) entsteht.
  • Vor jedem Neubesatz sind die SEG-Sitzgelegenheiten angemessen zu reinigen und desinfizieren.
  • Das Produkt ist mindestens einmal am Tag zu inspizieren. Defekte sind unverzüglich zu beheben. Ist dies nicht möglich, so sind entsprechende Maßnahmen zu treffen, um das Wohlbefinden der Tiere zu schützen.
  • Im Zuge der Überprüfung durch die Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz wird die Tierschutzkonformität bewertet, und durch das Gutachten bestätigt, dass das Produkt den Bestimmungen des österreichischen Tierschutzgesetzes samt Verordnungen entspricht. Anforderungen aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen (Betriebssicherheit, Patentschutz, etc.) sind nicht Gegenstand der Überprüfung und des Gutachtens.

Datum der Begutachtung: 20/04/2017

Gutachten: PDF-Download

AntragsstellerIn:

Hubers Landhendl GmbH
Hauptstraße 80
5223 Pfaffstätt

www.huberslandhendl.at