Junghennenaufzuchtsvoliere Fienhage AZ 1700

Aufzucht von Junghennen bis zum legereifen Alter von ca. 17-20 Lebenswochen.

Prüfnummer: 2024-06-016 AntragstellerIn: Schropper GmbH

Verwendungs­bedingungen

Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller hat der Tierhalterin bzw. dem Tierhalter mit dem Produkt mitzuteilen, unter welchen Voraussetzungen das Produkt verwendet werden darf. In Bezug auf das gegenständlich bewertete Produkt ist dabei auf Folgendes hinzuweisen:

Gutachten vom 22.03.2024

Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller hat der Tierhalterin bzw. dem Tierhalter mit den Produkten mitzuteilen, unter welchen Voraussetzungen die Produkte verwendet werden dürfen. In Bezug auf die gegenständlich bewerteten Produkte ist dabei auf Folgendes hinzuweisen:

  • Die Aufzuchtvolieren AZ 1500 und AZ 1700 der Firma Fienhage Poultry-Solutions sind Alternativsysteme mit mehreren nutzbaren Ebenen und dienen zur Aufzucht von Junghennen. Sie bieten den Tieren verschiedene Funktionsbereiche (Futter, Wasser, erhöhte Sitzstangen) auf drei bzw. vier Etagen an.
  • Die Aufzuchtvolieren AZ 1500 und AZ 1700 müssen so betrieben werden, dass die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der 1. ThVO eingehalten werden und die Tiere in ihrer Anpassungsfähigkeit nicht überfordert werden. Alle Ressourcen der Voliere müssen den über sechs Wochen alten Tieren im vorgeschriebenen Ausmaß zur Verfügung stehen. Keinesfalls dürfen die Tiere für die Dauer der Aufzucht in die Kükenebenen gesperrt werden.
  • Eine Volierensektion der 3-etagigen Aufzuchtvolieren AZ 1500 und AZ 1700 ist in der begutachteten Version für die Haltung von maximal 458 Junghennen geeignet. Limitierender Faktor sind die zusätzlich erhöhten Sitzstangen. Die folgenden erhöhten Sitzstangen werden angerechnet:
    • oberste Ebene: 5 Sitzstangen (Höhe oberhalb Gitterrost: 26,1 cm; oberhalb Nippelstange: 35,0 cm; oberhalb Fütterung: 26,1 cm)
    • Anfluggitter außerhalb der Voliere:
      Voliere hochgestellt 4 Sitzstangen (Höhe oberhalb Stallboden: 103 cm, 173 cm)
      Voliere tiefgestellt 4 Sitzstangen (Höhe oberhalb Stallboden: 78 cm, 148 cm)
    • Kükenebenen: 4 Sitzstangen (oberhalb Fütterung)
  • Pro Sektion der 3-etagigen Aufzuchtvoliere AZ 1500 sind 11,12 m² Gitterrostfläche als nutzbare Fläche anrechenbar. Pro Sektion des 3-etagigen Aufzuchtvoliere AZ 1700 sind 12,36 m² Gitterrostfläche als nutzbare Fläche anrechenbar. Die maximale Besatzdichte von 20 Hennen/m², bezogen auf die gesamte nutzbare Fläche im Stall, ist einzuhalten.
  • Eine Volierensektion der 4-etagigen Aufzuchtvolieren AZ 1500 und AZ 1700 ist in der begutachteten Version für die Haltung von maximal 599 Junghennen geeignet. Limitierender Faktor sind die zusätzlich erhöhten Sitzstangen. Die folgenden erhöhten Sitzstangen werden angerechnet:
    • oberste Ebene: 5 Sitzstangen (Höhe oberhalb Gitterrost: 26,1 cm; oberhalb Nippelstange: 35,0 cm; oberhalb Fütterung: 26,1 cm)
    • Anfluggitter außerhalb der Voliere:
      Volieren hochgestellt 6 Sitzstangen (Höhe oberhalb Stallboden: 103 cm, 173 cm, 244 cm)
      Voliere tiefgestellt 6 Sitzstangen (Höhe oberhalb Stallboden: 78 cm, 148 cm, 218 cm)
    • Kükenebenen: 6 Sitzstangen (oberhalb Fütterung)
  • Pro Sektion der 4-etagigen Aufzuchtvoliere AZ 1500 sind 14,82 m² Gitterrostfläche als nutzbare Fläche anrechenbar. Pro Sektion des 4-etagigen Aufzuchtvoliere AZ 1700 sind 16,80 m² Gitterrostfläche als nutzbare Fläche anrechenbar. Die maximale Besatzdichte von 20 Hennen/m², bezogen auf die gesamte nutzbare Fläche im Stall, ist einzuhalten.
  • Es ist auf eine ausreichende (Stall-)Raumhöhe zu achten, sodass der Abstand der erhöhten Sitzstangen auf der obersten Ebene zur Stalldecke es den Tieren ermöglicht aufrecht stehen und sich ungehindert fortbewegen zu können (mindestens 30 cm).
  • Es ist der Tierbesatz bezogen auf die Gitterrostfläche so zu kalkulieren, dass die Erreichbarkeit der Ressourcen Futter, Wasser und zusätzlich erhöhte Sitzstangen gewährleistet ist.
  • Es wird empfohlen den Scharrraum mit Material von lockerer Struktur einzustreuen, welches den Tieren ermöglicht, ihre ethologischen Bedürfnisse zu befriedigen (z.B. Staubbaden, Picken, Scharren). Plattenbildung ist zu vermeiden.
  • Vor jedem Neubesatz sind die Aufzuchtvolieren AZ 1500 und AZ 1700 angemessen zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Das Produkt ist mindestens einmal am Tag zu inspizieren. Defekte sind unverzüglich zu beheben. Ist dies nicht möglich,
Gutachten nicht veröffentlicht

AntragstellerIn

Schropper GmbH

Auestraße 33
2640 Gloggnitz

https://schropper.at/

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Nach Tierart suchen: Junghennen | Nutztier

Allgemeines

Das Gutachten der Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz und das Tierschutz-Kennzeichen bestätigen ausschließlich die Tierschutzrechtskonformität, das heißt die Übereinstimmungen des Produktes mit den Vorgaben des Tierschutzgesetzes und der darauf beruhenden Verordnungen. Die Erfüllung sicherheitsrechtlicher bzw. sicherheitstechnischer Anforderungen sowie die Übereinstimmung mit anderen gesetzlichen Bestimmungen (Patentschutz etc.) sind nicht Gegenstand der Überprüfung und des Gutachtens.

Die Fachstelle führt selbst keine Tests hinsichtlich der Zusammensetzung der verwendeten Materialen der Produkte durch. Die Bewertung gemäß dem Tierschutzgesetz gründet sich auf die von der Antragstellerin bzw. dem Antragsteller vorgelegten Materialinformationen sowie gegebenenfalls dazu vorgelegte Unterlagen und Tests, die Produkte für das Inverkehrbringen in Österreich bzw. der Europäischen Union aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen erfüllen müssen, und/oder von der Antragstellerin bzw. dem Antragsteller zusätzlich veranlasst wurden.

Werden Änderungen an der begutachteten Version des Produkts vorgenommen, ist mit der Fachstelle abzuklären, ob es sich um eine Abweichung handelt, die eine neuerliche Begutachtung oder eine Ergänzung des Gutachtens notwendig macht.